Sonntag, 12. November 2017

Lenkkopflager, Hupe, Gabel

Das Lenkkopflager ist hin. Aber so richtig. Die Raste war für mich so extrem spürbar, dass ich bei der kleinen Probefahrt zur Hohensyburg dachte, mich haut es aus der Kurve. 


Die Hupe hat es auch hinter sich. Irgendwer hat schon mal versucht, sie zu reparieren. Aber das war ziemlich abenteuerlich. Die freien Kabel, die der Mechaniker gefunden hatte, gehörten zum Versuch. 


 Das Stück Kabel ließ sich einfach entfernen, Es hatte keine Funktion.


Mich verwundern immer die ganzen Schrauben und Schellen. Hauptsache der Mechaniker weiß noch, wo die alle hin gehören.


Die Kühlflüssigkeit mit Frostschutz, die wie abgelassen haben, könnte unverdünnt sein. Wie Sirup floss sie in den Eimer.


Auch ein dickes Ding war die Gabel. Die Simmerringe waren undicht und mussten getauscht werden. Links kam Öl raus, rechts aber auch.
Leider waren die falschen Schrauben verbaut. Beim Versuch sie zu lösen, sind 3 von 4 abgerissen. Gut, dass wir einen Freund mit einer Ständerbohrmaschine haben!
So sahen die Reste dann aus:



Da liegen die Teile dann, schön nach Seiten sortiert.


Sonntag, 29. Oktober 2017

Und es ist doch eine größere Baustelle

Bei der letzten kurzen Tour mal eben umme Ecke hat der Mechaniker festgestellt, dass die Dakar so einige Macken hat. Ganz offensichtlich hat das Lenkkopflager eine heftigen Raste. Außerdem ist der  Lenker verbogen und irgendwas ist mit dem Motor auch nicht so ganz okay. Er springt nicht gut an - was er aber müsste. Trotz aller Resetübungen bleibt das so. Manchmal geht er auch mittendrin aus. Und klappert. So ganz wussten wir nicht, ob das normal ist. Neulich war jemand da, der unsere Koffer gekauft hat. Er hatte genau so eine Dakar. Die hatte 120 000 km gelaufen. und klang besser. (Unsere hat 36 000 runter.)
Hilft also alles nix, da muss nachgesehen werden.

Zuerst mal das Öl ablassen. Ein Akt in mehreren Teilen. Zum Schluss der Ölfilter. Der komisch aussieht. Weil der eine Teil des alten Ölfilters im Deckel hängen geblieben ist. 




Das Öl, das wir in einem Lappen auffangen, weil es im Strahl aus dem Gehäuse schießt, enthält verdächtig glitzernde Partikel.


Das macht uns Sorgen. Denn es ist kein Alu-abrieb, sondern aus härterem Material. Um festzustellen, ob das ein größerer Schaden ist, filtern wir das restliche Öl, das wir aufgefangen haben, finden aber keine weiteren Metallspäne.

Die Verbindung zum Luftfilterkasten ist ganz schön dreckig und war anscheinend undicht.


Die Drosselklappe.



Der Mechaniker fand die kleine Honda schon total verbaut, aber die BMW toppt das noch. 




Die Dakar ist in einem sehr schlechten Pflege - und Wartungszustand. Wir finden abgerissene Kabel, die einfach frei enden.


Die Lambdasonde. Die machen wir wahrscheinlich auch neu. Weil das Öl nach Benzin riecht und der Verbrauch etwas hoch sein könnte. Vielleicht startet sie dann besser und geht nicht mehr so schnell aus. Wir wollen die Funktion aber noch messen, um ganz sicher zu sein. Testen werden wir auch noch den Öltemperaturfühler und den Ansaugtemperaturfühler. Weil alle drei Komponenten Einfluss auf die Gemischbildung haben. Die Dakar läuft zu fett.


Der Krümmer wird aufgehübscht.


Die Auspuffschelle ist massiv. Und wird ausgetauscht.


Der Auspuff ist echt schwer. Auch da überlegt der Mechaniker an einer Alternative.


Der Zylinderkopf. Top top in Ordnung.



 Das Ventilspiel passt nicht, wird aber korrigiert.


Sonntag, 22. Oktober 2017

Vorher - Nachher

Der Winter naht. Heute hat das Wetter keinen Zweifel daran gelassen, dass der Herbst da ist. Nach einer Probefahrt mit der Dakar am Freitag hat der Mechaniker beschlossen, dass wir da erst dran müssen. So soll keiner mehr damit fahren. 
Die Garage wird in diesem Winter wieder erweiterter Wohnraum, und da kann man es sich auch gleich gemütlich machen. Finde ich.
Dazu sind ein paar Räumarbeiten nötig. Das ist die Ecke, die von der Heizlampe versorgt wird.


Die Kisten sollen weg. 
Ottilie hatte den Winkel mit Beschlag belegt. Eine echte Riesin. Aber das geht so nicht, sie muss leider ausziehen und sich eine neue Bleibe suchen.


Die Bank von der Terrasse zieht ein, den Grill können wir auch gebrauchen. Und zur Zierde hat der Mechaniker seine Pirellifahne rausgerückt. 


Die Mopeds müssen auch zusammenrücken. Sonst kann sich ja keiner mehr drehen. Diese drei kommen vor dem Winter sowieso nicht mehr an die Luft.


Wer arbeitet, bekommt auch ein Frühstück. Stilecht 


mit Aussicht.


Dienstag, 17. Oktober 2017

VIP bei RW Essen

Das Leben kann sehr witzig sein, finde ich.
An dem Abend, als wir von der Ostsee nach Hause gekommen sind, hatten wir noch eine Einladung. In die VIP-Lounge von Rot-Weiß Essen. RW Essen ist Kult im Pott. Und wir durften hin. Nicht nur Fußball gucken, sondern auch noch mit Bewirtung. Erwartet hatte ich nicht viel. Bratwurst und Currywurst, aber es war überraschend, was es ausser den beiden obligatorischen Speisen noch gab. Ein kleines Salatbuffet, Königsberger Klopse, Kartoffeln, Brokkoli, Reis, Fischfilet in Tomatensoße, Linsenlasagne (!) und zweierlei Nachtisch.

Auf den Rängen sitzt man nah am Geschehen.

Die Westkurve


Die Fans von Viktoria Köln


und die Jumgs vom vereinseigenen Netradio  Radio Hafenstrasse

http://radio-hafenstrasse.de/

Das Spiel endete 0:2.

Montag, 16. Oktober 2017

Dakar-Update


Ursprünglich war die Tachoblende  mattsilber, aber das sah nicht so toll aus. Fanden wir. Da hat der Mechaniker sie kurzerhand schwarz lackiert.


Ausserdem war eine Birne in der Beleuchtung kaputt. Als der Mechaniker die Dakar von Freiburg nach Hause gefahren hat, hat er festgestellt, dass das helle Licht ziemlich blendet. Deshalb hat er die neuen Birnchen in rot bestellt. Sieht gut aus, finde ich. Und ist auch besser für die Augen.


An so schönen warmen Abenden darf die Dakar auf der Terrasse stehen. Damit man sie besser sehen kann und nicht immer in die Garage rennen muss.


Samstag, 14. Oktober 2017

Jeep Renegade und der T@b 320

Wir hatten noch ein paar Tage frei. Und uns überlegt, dass wir uns für diese Zeit einen kleinen Wohnwagen leihen könnten. Jetzt, wo der Jeep eine Anhängerkupplung hat und unser Zelt in Dänemark geblieben ist. Ein kleiner sollte es sein, so eine Art Zelt mit fester Umrandung. Damit uns der Wind egal sein kann, wenn wir am Zeltplatz ankommen.
Unsere Wahl fiel auf einen Tab 320, und ich kann nur sagen: passt! Der Jeep fährt sich fast genau wie ohne Anhänger, verbraucht zwar mehr Sprit, aber das ist ja klar. Mit Tempo 100 zockelten wir also Richtung Ostsee.


Wir hatten in Neustadt in Holstein einen Campingplatz gefunden, der noch geöffnet hatte und bekamen dort einen Stellplatz in der ersten Reihe. Ein Zaun, ein Spazierweg, Dünen und ein kleiner Stand, dann nur noch Ostsee.




Überhaupt war der Campingplatz Lotsenhaus eine gute Wahl.  Ruhig zu dieser Jahreszeit. Der SB-Laden wird von der Frau des Platzwartes betrieben und hat morgens geöffnet. Es gibt Kaffee, frische Brötchen und eine ganze Menge mehr, es ist ein richtiger kleiner Laden.
Die sanitären Anlagen wurden kürzlich saniert, sind zu jeder Tageszeit sauber, gut beheizt und es läuft das lokale Radio.
Neustadt ist entlang der Ostsee über einen Fuß- und Radweg gut zu erreichen
Aber das wussten wir am ersten Abend noch nicht. Bis wir soweit waren uns ein Lokal zum Abendessen zu suchen. war es dunkel. Und so nahmen wir den Jeep. 
Auf dem Rückweg hätten wir fast die Einfahrt zum Platz verpasst, weshalb der Mechaniker etwas schwungvoll von der Strasse abbog.  Wir sahen eine schnelle, helle Bewegung von links nach rechts. Vollbremsung und ein Blick nach hinten: ein Fuchs. Ein schöner. Jungfuchs mit dichtem Fell. Er stand eine kurze Weile vor einer kleinen Hecke, wir guckten uns an, dann verschwand er auf leisen Sohlen.
Beeindruckt setzten wir unseren Weg fort. Kurz. Bis zum Igel, der den Pfad querte. Camping mit Naturanschluß. 
Die nächste Begegnung mit der Wildnis hatte der Mechaniker später am Waschhaus, als eine Eule über ihm schräpend durch die Dämmerung flog.
Ich habe sie in den folgenden Nächten noch etliche Male gehört, aber nie gesehen.

Das Wetter war nicht so richtig toll, immer wieder Regenschauer. Deshalb sind wir einfach ein wenig durch die Umgebung gestromert.








Am nächsten Tag dachte ich zunächst beim Blick durch unser Bullauge der Tür, dass das Wetter uns gewogen wäre. Aber nix da.

Irgendwann zog der Himmel sich zu und es fing an zu Tropfen. Nur die Intensität wechselte.
Deshalb sind wir nach Lübeck gefahren. 
Für ein bisschen Kultur






Wir sind mit dem Lift auf den Turm der St. Petrikirche gefahren ( nein, es gab wirklich keine Treppen!) und hatten einen guten Überblick über die Stadt.



Aber natürlich ging es auch um Marzipan!


Um Niederegger kommt man nicht herum. Es gibt das klassische Stammhaus, 


überall kleine Läden, und das Caféhaus im historischen Gebäude.


Lübeck ist eine echt schöne Stadt, in der es viel zu entdecken gibt.
Von einer eigentlich unspektakulären Strasse zweigen kleine Gänge ab, in denen sich kleine Gassen verbergen. Viele bunte Häuser, eine Art kreatives Wohnen. Einfach schön.





An den nächsten Tagen haben wir uns noch einige Badeorte in der näheren Umgebung angesehen. Pelzerhaken, Grömitz, Timmendorfer Strand und Co. Und jedesmal fand ich gut, dass wir in Neustadt gelandet sind. Das ist noch nicht so offensichtlich touriemässig.

Der Campingplatz war wirklich schon recht leer. Wir hatten teilweise einen weiten Blick. Auch auf den Tab 320.


Das ist unser Strand direkt vor dem Wohnwagen. So etwa 4 m von unserer kleinen Kugel entfernt




Einen Regenbogen gab es auch.


Und die DGZRS ist natürlich auch vor Ort. Die Vormann Jantzen ist ohne feste Station und patroulliert in der Lübecker Bucht.